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Fragen zur Behandlung

Was ist Kieferorthopädie?

Kieferorthopädie ist ein Teil der Zahnmedizin, der sich mit allem rund um den Mund und besonders mit den Lippen, den Zähnen und den Gesichtsmuskeln befasst. Kieferorthopädie verbessert die Zahnstellung, beeinflusst das Wachstum der Kiefer und verändert das Profil. Die Kieferorthopädie beugt durch das Regulieren von eng stehenden Zähnen Karies vor und damit auch einem vorzeitigen Zahnverlust.

Was macht ein/e Kieferorthopäde/in?

Der Kieferorthopäde richtet den Zahnschiefstand und die Kieferfehllage. Dazu verwendet er individuell angefertigte Geräte, die herausnehmbar sind oder fest auf den Zähnen zementiert sein können. Diese Apparaturen erzeugen einen Druck auf die Zähne, so dass sie kontinuierlich in die ideale Position geführt werden.

Muss auch ich zum Kieferorthopäden? Muss ich meine Zähne regulieren lassen?

Schau in den Spiegel. Wenn Dich darin schief und eng stehende Zähne, verdrehte Zähne oder Lücken anblicken, oder wenn die Zähne nicht richtig aufeinander beißen. Dann geh zum Kieferorthopäden. Schief stehende Zähne sehen nicht gut aus und können Speisereste einschließen, die Karies und Zahnfleischerkrankungen verursachen können. Zusätzlich kann eine Zahnfehlstellung die Kaufähigkeit einschränken, wodurch die Nahrung nicht sorgfältig genug zerkleinert wird und es zu Verdauungsproblemen kommen kann. Manchmal sind schiefstehende Zähne sogar die Ursache von Sprachproblemen.

Bis zu welchem Alter ist Kieferorthopädie möglich oder sinnvoll ?

Prinzipiell ist in jedem Alter eine kieferorthopädische Behandlung möglich.

Wann kann oder muß mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen werden?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Der richtige Behandlungsbeginn schwankt, da der richtige Zeitpunkt stark von der Behandlungsaufgabe abhängt. Wir beginnen bei en sog. Frühbehandlungen schon im 4. Lebensjahr. Normalerweise sollte eine kieferorthopädische Behandlung mit 9-10 Jahren begonnen werden, da zu diesem Zeitpunkt das Kieferwachstum noch günstig beeinflusst werden kann.

Was kann ich von einer kieferorthopädischen Behandlung erwarten ?

Gesunde Zähne und ein schönes Lächeln, sowie ein funktionierendes Kausystem.

Was sind Anfangsunterlagen und warum sind sie erforderlich ?

Am Beginn jeder kieferorthopädischen Behandlung steht die Diagnose. Dazu nimmt der/die Kieferorthopäde/in Abdrücke vom Ober- und Unterkiefer, von denen Gipsmodelle hergestellt werden um die Behandlung zu planen. Ein Röntgenübersichtsbild, die Panoramaaufnahme zeigt, ob Karies vorhanden ist, Zähne fehlen, Zähne quer im Kiefer liegen und ob es Probleme mit den Zahnwurzeln und dem Knochen gibt. Die seitliche Röntgenaufnahme des Kopfes (Fernröntgenaufnahme) zeigt, den knöchernen Aufbau des Kopfes und ist wichtig für die Vorhersage des Kieferwachstums. Fotos der Zähne, des Gesichtes und des Profils zu Beginn und während der Behandlung helfen bei der Behandlungsplanung und dokumentieren die Behandlungsfortschritte.

Muss ich Zähne ziehen lassen ?

Wenn Ihre Zähne extrem eng stehen, muss Ihr/e Kieferorthopäde/in eventuell vom Zahnarzt einen oder mehrere Zähne entfernen lassen, um Platz zu schaffen.

Welche Spangen werde ich brauchen ?

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten von Zahnspangen. Wenn es sich um einfache Zahnfehlstellungen handelt und wenn das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist, bieten häufig abnehmbare Apparaturen eine gute Korrekturmöglichkeit. Bei ausgeprägteren Zahn- und Kieferfehlstellungen kommen eher festsitzende Apparaturen zum Zuge. Welcher Zahnspangentyp bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie stark die Fehlstellung ist und ob nur Ihre Zähne oder auch Ihr Kiefer reguliert werden müssen.

Tun Spangen weh ?

In den ersten 3-7 Tagen nach dem Eingliedern des Gerätes kann es zu Missempfindungen kommen, die in fast jedem Fall danach völlig abklingen. Die Stärke dieser Missempfindung variiert sehr stark je nach individueller allgemeiner Empfindlichkeit. Die moderne Kieferorthopädie hat durch biologischeren Einsatz der Kräfte und Materialien hier in den letzten Jahren einen enormen Fortschritt erzielt. Ihre Zähne fühlen sich anfangs eventuell empfindlich an und das Essen kann ein oder zwei Tage lang schwierig sein. Dieses Gefühl geht langsam zurück und wird bei jedem Arztbesuch weniger.

Wie lange muss ich eine Spange tragen ?

Dies hängt vom Ausmaß der Fehlstellung ab. Ihr Kieferorthopäde kann meistens die ungefähre Behandlungsdauer vor dem Behandlungsbeginn abschätzen. Normalerweise beträgt die Behandlungszeit ca. drei bis vier Jahre, dies ist jedoch nur ein grob geschätzter Zeitraum. Viele Dinge können die Behandlungszeit hinauszögern; es gibt aber auch die Möglichkeit die Behandlungszeit zu verkürzen - insbesondere durch gute Mitarbeit.

Wie oft muss ich während einer kieferorthopädischen Behandlung zum Kieferorthopäden ?

Eines der wichtigsten Dinge während einer kieferorthopädischen Behandlung ist das regelmäßige Einhalten der Termine. Diese Termine bestehen nicht nur aus Kontrollen, hier werden die Spangen angepasst und nachgestellt, was im Schnitt alle vier bis sechs Wochen passiert.

Kann ich Sport treiben ?

Selbstverständlich. Es ist aber gut bei jeder Art von Kontaktsport einen Mundschutz zu tragen - mit oder ohne Spange.

Wie halte ich meine Zähne in der neuen Stellung ?

Nachdem Sie Ihre Spange herausbekommen haben, sollten Sie noch längere Zeit Haltegeräte (Retainer) tragen damit die Zähne in der neuen Stellung festigen. Beim Essen und Zähneputzen kann man diese Haltegeräte natürlich entfernen. Es ist wichtig diese Retainer so viel wie möglich zu tragen und gut darauf aufzupassen.

Wie lange muss ich die "Haltegeräte" tragen ?

Dies hängt von Ihren Zähnen ab. Ihr/e Kieferorthopäde/in wird Ihnen sagen können wie lange Sie die Haltegeräte tragen sollten. Normalerweise dauert es ca. ein Jahr bis die Zähne einigermaßen stabilisiert sind.

Wie oft muss ich zu meinem/r Kieferorthopäden/in noch gehen, wenn meine Spange entfernt ist ?

Am Anfang müssen Sie schätzungsweise alle vier bis sechs Wochen kommen aber dann verlängern sich diese Intervalle auf drei bis sechs Monate. Der/die Kieferorthopäde/in wird Ihre Retainer überprüfen und sicherstellen, dass Ihre Zähne nicht in die alte Stellung zurückwandern. Die meisten Kieferorthopäden/innen überprüfen dies über mehre Jahre.

Wird die kieferorthopädische Behandlung von gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernommen ?

Die GKV zahlen eine kieferorthopädische Grundversorgung für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr (Behandlungsbeginn), ab einem definierten Schwierigkeitsgrad. Seit dem 1.1.2002 gilt ein Indikationssystem (KIG = Kieferorthopädische Indikationsgruppen). Es werden nur die Kosten für die Stufen KIG 3-5 von der GKV als Grundversorgung übernommen. Nicht übernommen werden die Behandlungen sogenannter leichter Kieferanomalien (kieferorthopädische Indikationsgruppen = KIG 1 oder 2), sowie Zusatzleistungen wie z.B. Funktionsdiagnostik und - therapie der Kiefergelenke, aufwendigere Behandlungsverfahren wie Keramikbrackets etc.Die Kostenübernahme erfolgt in zwei Stufen:

1. Zunächst übernimmt die Krankenkasse beim ersten Kind 80% der Kosten, beim zweiten Kind 90% der im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung durchgeführten kieferorthopädischen Behandlung. Der/die behandelnde Kieferorthopäde/in rechnet 80% der entstandenen Kosten direkt mit der Krankenkasse ab. Der Versicherte hat den verbleibenden Restbetrag von 20% als Eigenanteil an den Kieferorthopäden zu zahlen.

2. Diesen Betrag erstattet die Krankenkasse den Versicherten zurück, sobald der Abschluß durch den/die Kieferorthopäden/in bestätigt wird.

Für Erwachsene wird die kieferorthopädische Behandlung von der GKV nur übernommen, wenn eine sog. schwere Kieferanomalie vorliegt, bei der eine kieferchirurgische Mitbehandlung erforderlich ist. Wir raten deshalb allen GKV - Versicherten für die zu behandelnden Kinder oder sich selbst eine private Zusatzversicherung abzuschließen.

Wird die kieferorthopädische Behandlung von privaten Krankenkassen (PKV) übernommen ?

Prinzipiell ja, auch ohne Altersbegrenzung, es gibt jedoch so viele verschiedene Tarifformen in der PKV, daß genaue Informationen über die Leistungsfähigkeit Ihres Versicherungsvertrages nur nach gründlichem Studium der Vertragsunterlagen möglich ist. Grundsätzlich gilt, daß in der PKV nur das bei Vertragsabschluß unbekannte Risiko ohne Risikozuschläge mitversichert ist, deshalb ist es ratsam vor der kieferorthopädischen Erstberatung den Versicherungsschutz zu optimieren.

Kosten?

Nach Erstellung der Anfangsunterlagen erarbeiten wir für Sie einen individuellen Heil- und Kostenplan, den wir ausführlich mit Ihnen besprechen.Je nach Art und Umfang Ihrer Krankenversicherung, sowie abhängig von den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden Ihnen gegebenenfalls ein Teil oder auch die gesamten Behandlungskosten erstattet.

Kontakt
  • Dr. Ulrike Grohmann
    Dr. Grit Helmbrecht
    Fachzahnärztinnen für Kieferorthopädie
  • Kurze Straße 2
    37073 Göttingen
  • Telefon0551 - 37 06 19 5
    Telefax0551 - 48 86 934